Details zur ausgewählten Art
Erebia medusa (Früher Mohrenfalter)

Erebia medusa: Männchen (Ostalb) Erebia medusa: Männchen (Ostalb) Erebia medusa: Männchen (Ostalb) Erebia medusa: Falter (Ostalb) Erebia medusa: Weibchen (Ostalb) Erebia medusa: Weibchen (Ostalb) Erebia medusa: Falter Erebia medusa: Oberseite Erebia medusa: Weibchen Erebia medusa: Weibchen-Unterseite Erebia medusa: Weibchen-Unterseite Erebia medusa: Unterseite Erebia medusa: Kopula Erebia medusa: Ei, frisch gelegt Erebia medusa: Ei Erebia medusa: Ei nach einigen Tagen Erebia medusa: L1-Raupe Erebia medusa: Jungraupe Erebia medusa: halbwüchsige Raupe Erebia medusa: überwinternde Raupe (09. Februar 2008), Schwäbische Alb Erebia medusa: Raupe nach der letzten Häutung Erebia medusa: Raupe (bräunliche Variante, Ostalb) Erebia medusa: Raupe (braune Variante, Ostalb) Erebia medusa: Raupe (grün) Erebia medusa: Raupe (Ostalb) Erebia medusa: Puppe ventral Erebia medusa: Puppe Erebia medusa: Puppe dorsal Erebia medusa: Puppe Erebia medusa: Puppe Erebia medusa: Puppe (kurz vor Schlupf) Erebia medusa: Puppe vor dem Schlupf Erebia medusa: Habitat: eher mesophiler Magerrasen mit relativ dichter Vegetation

Raupennahrungspflanzen:
Gräser (Poaceae, seltener Cyperaceae). Raupenfunde gelangen mir vor allem an Festuca ovina, Bromus erectus (Magerrasen der Ostalb) und einmal an Phalaris arundinacea (Illeraue).

Lebensraumansprüche:
Erebia medusa besiedelt Magerrasen, extensive Wiesen, Flachmoore, Feuchtwiesen, Waldwiesen, Lichtungen und Brennen. Der Falter bevorzugt einen zumindest leichten Saumcharakter (benötigt aber nicht unbedingt einen Gehölzanteil).

Entwicklungszyklus:
Der Falter fliegt in einer Generation von Mai bis Juni. In den höheren Lagen ist er auch noch im Juli unterwegs (z.B. Olymp, Nordgriechenland, 2500m NN, Ende Juli 2010) Die Raupe überwintert als L4 und ist im April oder Anfang Mai ausgewachsen. Überwinternde Raupen fand ich im von November bis März immer wieder in der Basis von Büscheln von Festuca ovina agg. (östliche Schwäbische Alb).

Gefährdung: stellenweise zurückgehend bzw. gefährdet

Gefährdungsursachen:
Insgesamt ist Erebia medusa noch gut vertreten, vor allem in Süddeutschland, im Norden deutlich seltener. Sie geht aber auch im Süden außerhalb der Magerrasengebiete zurück wegen Entsaumung, Intensivierung und Aufforstung. Im Illertal ist sie seit 1990 von den meisten Flugplätzen verschwunden, da kaum mehr sonnige, grasreiche und nicht intensiv bewirtschaftete Flächen vorhanden sind.

Bemerkungen:
Die Verbreitung reicht von Mittel- und Osteuropa bis China. In den Alpen kommt Erebia medusa im Norden nur in Tallagen vor, während sie im Süden auch in den Hochlagen vertreten ist. Ursache ist das im Nordalpenrum dichte Vorkommen der Schwesterart Erebia oeme.


Erebia aethiops | Erebia alberganus | Erebia cassioides | Erebia claudina | Erebia epiphron | Erebia epistygne | Erebia eriphyle | Erebia euryale | Erebia flavofasciata | Erebia gorge | Erebia ligea | Erebia manto | Erebia melampus | Erebia meolans | Erebia mnestra | Erebia montana | Erebia neoridas | Erebia nivalis | Erebia oeme | Erebia pandrose | Erebia pharte | Erebia pluto | Erebia pronoe | Erebia sthennyo | Erebia styx | Erebia sudetica | Erebia triaria | Erebia tyndarus