Raupennahrungspflanzen:
Die Raupen befressen diverse Gräser der alpinen Matten.
Lebensraumansprüche:
Erebia pandrose besiedelt Alpweiden und Zwergstrauchfluren ab 1600 m NN aufwärts bis über 3000m im Wallis. Der Falter fehlt in Bayern den Randbergen, ist aber im südlichen Allgäu weiter verbreitet.
Entwicklungszyklus:
Die Entwicklung ist zweijährig. Die erste Überwinterung erfolgt im ersten oder zweiten Stadium. Bei der zweiten Überwinterung ist die Raupe ausgewachsen und verpuppt sich bei Ausaperung umgehend. Die Falter fliegen demnach früh je nach Witterungsverlauf ab Ende Mai bis August. Die Eier haften nicht an der Unterlage. Mitte Oktober 2006 fand ich eine braune, ausgewachsene und mehrere grüne Raupen im Engadin in 2500 NN unter Steinen überwinternd.
Gefährdung: In Mitteleuropa nur lokal und/oder reliktär vorkommend bzw. auf Sonderstandorte limitiert
Gefährdungsursachen:
Erebia pandrose besiedelt nur hohe Lagen und ist daher meist wenig gefährdet.
Bemerkungen:
Erebia pandrose ist in den Hochgebirgen Europas verbreitet (Ostpyrenäen, Alpen, Karpaten, selten im Apennin, lokal auf dem Balkan) und kommt darüber hinaus von Norwegen bis zur Mongolei im arktischen Bereich vor.