Raupennahrungspflanzen:
Die Raupen sind polyphag. Ich fand sie am Taygetos aber stets in schattiger bis halbschattiger Waldlage an Blütenstängeln gelber Korbblütler (Crepis, Hieracium, Aposeris).
Lebensraumansprüche:
Polymixis polymita besiedelt meist lichte, oft trockenwarme Waldgebiete, Waldränder und ähnliche Stellen mit Staudensäumen als Larvalhabitat. Im Süden ist sie mehr in den Gebirgen zu finden. Am Taygetos (Peloponnes) fand ich die Raupen zahlreich in mehreren Jahren im Mai an gelben Korbblütlern an schattigen Waldsäumen in 960m Höhe.
Entwicklungszyklus:
Die Falter fliegen meist im August und September, teils noch im Oktober. Die Raupen entwickeln sich dann im Frühjahr von März bis Ende Mai oder Juni. Sie leben halbwüchsig und stets grün auch tagsüber gut sichtbar auf den Blütentrieben der bevorzugt befressenen Asteraceae (Beobachtungen am Taygetos). Im letzten Stadium können die Raupen grün oder (meistens) braun sein und leben dann etwas versteckter. Die Puppe übersommert dann in einem Erdkokon.
Bemerkungen:
Polymixis polymita kommt lokal in Mitteleuropa vor, nach Nordosten bis Südschweden, Finnland und das Baltikum. Sie fehlt auf der Iberischen Halbinsel, Großbritannien und in den Benelux-Staaten. Darüber hinaus findet sie sich auch in Italien, in Ost- und Südosteuropa (bis Südgriechenland: Taygetos) und in der Nordwesttürkei.