Raupennahrungspflanzen:
Die Raupe ernährt sich in erster Linie von Gräsern. Im Winter ist sie auf Arten angewiesen, die auch zu dieser Jahreszeit wenigstens teilweise grün sind.
Lebensraumansprüche:
Thalpophila matura besiedelt meist trockenwarme Lebensräume wie Sandmagerrasen und Wälder auf Sand sowie Wacholderheiden, Böschungen, Säume und Salbei-Glatthaferwiesen in kalkreichen Gebieten. Sie dringt aber auch in wechselfeuchte, eher warme Wälder vor. Manchmal kann sie sich auch in weniger intensiv gepflegten Bereichen von Siedlungsgebieten entwickeln.
Entwicklungszyklus:
Die Raupe schlüpft im September. Im Oktober fand ich Jungraupen - zumeist bei einer Häutungsruhe - bei trübem Wetter an Grashalmen sitzend (morgens). Die Raupe häutet sich je nach Wetterlage um Weihnachten zum letzten Male und ist wärhrend milderer Perioden nachts fressaktiv. Sie gräbt sich im März oder April ein, liegt jedoch mehrere Wochen als Präpupa. Die Verpuppung erfolgt im Juni oder Juli und die Falter fliegen von Mitte Juli bis Anfang September.
Gefährdung: stellenweise zurückgehend bzw. gefährdet
Gefährdungsursachen:
Thalpophila matura ist noch nicht besonders bedroht. Sie hat aber durch den massiven Rückgang extensiver, warm-trockener Wiesengebiete und die Dunkelwaldwirtschaft mit Sicherheit starke Einbußen erlitten. Ob sie sich im Zuge der Klimaerwärmung ausbreiten kann, bleibt abzuwarten.
Hinweise zur Bestimmung:
Thalpophila matura ist von Nordafrika über Süd- und Mitteleuropa bis zum Kaukasus verbreitet.