Details zur ausgewählten Art
Euchalcia modestoides (Lungenkraut-Höckereule)

Euchalcia modestoides: Falter Euchalcia modestoides: Jungraupe Euchalcia modestoides: halbwüchsige Raupe Euchalcia modestoides: Raupe im vorletzten Stadium (bei Häutungsruhe zum letzten) Euchalcia modestoides: Raupe im letzten Stadium Euchalcia modestoides: Raupe, lateral Euchalcia modestoides: Gehäuse einer Raupe im vorletzten Stadium Euchalcia modestoides: ausgewachsene Raupe auf der Blattoberseite ruhend Euchalcia modestoides: Puppe (Gespinst geöffnet) Euchalcia modestoides: Habitat: staudenreicher, breiter  und halbschattiger, gestufter Waldrand mit viel Pulmonaria obscura

Raupennahrungspflanzen:
Pulmonaria-Arten, daneben selten weitere Boraginaceae wie Cynoglossum oder Symphytum.

Lebensraumansprüche:
Euchalcia modestoides besiedelt Auwälder, Laubmischwälder und waldnahe, versaumte Magerrasen. Der Falter ist stark an lichten Wald mit Pulmonaria-Beständen gebunden.

Entwicklungszyklus:
Die L1-Raupe überwintert ohne Nahrungsaufnahme in einem Kokon. Die Raupen werden im April und Mai gefunden. Junge Raupen spinnen ein Blatt nach oben an den Rändern zu einer Tüte zusammen. Im letzten Stadium sitzen sie dagegen frei auf der Blattoberseite. Sie sind oft parasitiert. Die Verpuppung findet in zusammengesponnenen Blättern statt. Die Falter fliegen im Juni/Juli, selten auch noch Anfang August.

Gefährdung: gefährdet

Gefährdungsursachen:
Euchalcia modestoides ist gefährdet durch Zerstörung der Lungenkrautbestände in Waldmänteln: Aufforstung mit Fichten, aber auch Ahorn (Dunkelwaldwirtschaft!), geradlinige Waldränder mit hartem Übergang zum Intensivagrarland, Ablagerung von Stammholz und Kompost, Mahd von Waldwegrändern etc.

Bemerkungen:
Diese schöne Eulenart ist montan verbreitet: Alpen und einige Mittelgebirge wie Jura (Schwäbische Alb).
Außer in süd- und mitteleuropäischen Gebirgen kommt Euchalcia modestoides auch in Teilen Asiens bis zur Mongolei vor.


Euchalcia variabilis