Sideridis rivularis (Violettbraune Kapseleule)

Sideridis rivularis: Falter (Ostalb) Sideridis rivularis: Ei (am Kelch außen) Sideridis rivularis: Ei Sideridis rivularis: L1-Raupe Sideridis rivularis: halbwüchsige Raupe (Ostalb) Sideridis rivularis: halbwüchsige Raupe (Ostalb) Sideridis rivularis: halbwüchsige Raupe Sideridis rivularis: Raupe im vorletzten Stadium (Ostalb) Sideridis rivularis: Raupe Sideridis rivularis: Raupe Sideridis rivularis: Raupe (Ostalb) Sideridis rivularis: Raupe (Ostalb) Sideridis rivularis: Raupe (Ostalb) Sideridis rivularis: Raupe Sideridis rivularis: Puppe Sideridis rivularis: Puppe (Detail, die Rüsselscheide steht nur sehr gering vor) Sideridis rivularis: Puppe Sideridis rivularis: Puppe Sideridis rivularis: mögliches Habitat: Feuchtwiese mit Lychnis flos-cuculi, wo Raupen im Mai und Juni recht häufig sind Sideridis rivularis: weiteres Habitat: Wegrand am Waldrand mit Silene vulgaris

Raupennahrungspflanzen:
Nelkenarten, ganz besonders Silene vulgaris. Daneben fand ich Raupen in Silene dioica, Saponaria officinalis und Lychnis flos-cuculi.

Lebensraumansprüche:
Sideridis rivularis besiedelt unterschiedliche, aber meist eher mesophile Habitate. Ich fand Raupen an Wiesenrainen, Alpweiden, im Latschengürtel in etwa 1700 m NN, auf Kalkmagerrasen, an Waldwegen und anderen, wenig gemähten Standorten der Raupennahrungspflanze. In Schwäbisch Gmünd besiedelte sie schon zwei Jahre nach der Einsaat eine magere Böschung an einer Hauptstraße, wo Silene vulgaris vorkommt. Sideridis rivularis meidet aber extrem heiß und trocken stehende Bestände zumindest im Sommer weitgehend und kommt dort mehr an mesophilen Rändern vor.

Entwicklungszyklus:
Diese Nelkeneule ist polyvoltin und bringt im Flachland oft 3, in kühlen Sommern nur 2 Generationen hervor. Die Raupen sind von Anfang Mai bis Ende Oktober zu finden, mit Höhepunkt Mitte Juni bis Mitte Juli und wieder ab Mitte August bis in den Herbst. In den Alpen werden die Raupen ab 1500 m NN in wohl einer Generation im Juli und August beobachtet. Die Eier werden in die Blüten abgelegt, wo die Jungraupen von den sich entwickelnden Samen ernähren. Später werden auch Blätter verzehrt und die älteren Raupen verbergen sich tagsüber am Boden.

Gefährdungsursachen:
Sideridis rivularis ist als neben Hadena bicruris am weitesten verbreitete Art nicht gefährdet.

Bemerkungen:
Die Gesamtverbreitung reicht von Nordspanien über fast ganz Europa (fehlt nur im äußersten Süden) bis China.


Sideridis albicolon