Raupennahrungspflanzen:
Die Raupe lebt endophag in Schilfhalmen (Phragmites australis) und Rohr-Glanzgras (Phalaris arundinacea, Literaturangaben).
Lebensraumansprüche:
Archanara neurica besiedelt Verlandungszonen von Fl�ssen und Seen, Moorrandfl�chen und andere ungem�hte Schilfbest�nde. Die Raupen leben vor allem an nicht im Wasser stehenden Schilfpflanzen.
Entwicklungszyklus:
Das Ei �berwintert in Reihen an trockene Schilfhalme abgelegt. Die Raupe lebt von Ende April bis Ende Juni (seltener noch Anfang Juli). Ich fand die Raupe im letzten und vorletzten Stadium am 10. Juni 2012 an der Iller bei Oberbinnwang zusammen mit halbw�chsigen A. geminipunctata. Das Fra�bild ist sehr �hnlich wie das von A. geminipunctata, wenn auch die Sch�digungen (absterbende innerste Bl�tter) manchmal aufgrund der geringeren Gr��e der neurica-Raupe etwas weniger stark ausgepr�gt sind.
Am 1. Juli 2012 fanden sich dort dann Puppen, bei denen die dunklen Augen bereits von der fortgeschrittenen Imaginalentwicklung zeugten und die eine Woche sp�ter schl�pften. Zur gleichen Zeit waren von A. geminipunctata mehrere ausgewachsene Raupen und 2 Pr�pupae zu beobachten. Im Unterschied zu A. geminipunctata ist die Schlupfreuse des Falters meist rundlich und nicht oval. Zudem ruht die Puppe oberhalb der Reuse und zwar mit dem Kopf nach unten. Deshalb sind Einbohrloch und Reuse meist etwas n�her beieinander als bei A. geminipunctata.
Die Falter fliegen meist etwas fr�her als die von Archanara geminipunctata, n�mlich etwa ab dem 10. Juli bis Anfang September mit Schwerpunkt Ende Juli/Anfang August.
Gefährdung: gefährdet
Gefährdungsursachen:
Archanara neurica ben�tigt ungest�rte Schilfgebiete, die als �konomisch wertloses Gel�nde von der Landwirtschaft, aber auch anderen Bereichen (Stra�enbau etc.) immer st�rker bedr�ngt werden.
Bemerkungen:
Archanara neurica kommt lokal in Mittel- und kleineren Teilen S�deuropas (Italien, S�dostfrankreich, Bulgarien, Slowenien) vor. Nach Norden werden S�dengland, D�nemark und das Baltikum erreicht. Au�erhalb Europas sind offenbar bislang nur Funde aus Marokko bekannt (relikt�re Vorkommen in den Bergen?).