Archanara sparganii

Archanara sparganii: Falter Archanara sparganii: Imago Archanara sparganii: Falter Archanara sparganii: Falter Archanara sparganii: Raupe Archanara sparganii: Raupe Archanara sparganii: Raupe Archanara sparganii: Puppe Archanara sparganii: Puppe Archanara sparganii: Puppe Archanara sparganii: Puppe Archanara sparganii: Habitat: Typha latifolia-Bestand in kleiner Versumpfungsfläche (Schwäbische Alb, Heidenheim)

Raupennahrungspflanzen:
Die Raupen leben im Inneren der Stängel von Typha, seltener auch Sparganium, Iris oder eventuell auch weiteren Sumpfpflanzen.

Lebensraumansprüche:
Archanara sparganii besiedelt Röhricht (Rohrkolbenbestände etc.), das in der Verlandungszone von Gewässern oder Gräben, beigemischt in Seggenwiesen sowie auch von Feuchtwiesen etc. losgelöst an anderen sumpfigen Stellen stehen kann.

Entwicklungszyklus:
Die Raupe (Ei überwintert) lebt bis Juli und verrät sich manchmal durch Kümmerwuchs der Futterpflanze. Auch die Verpuppung findet innerhalb der Stängel statt (Kopf nach oben). Die Falter fliegen ab Mitte Juli und vor allem im August.

Gefährdung: gefährdet

Gefährdungsursachen:
Archanara sparganii ist gefährdet durch den starken Rückgang an Röhrichtgesellschaften infolge der Vernichtung der Feuchtgebiete (Grundwasserabsenkung infolge Infrastrukturmaßnahmen oder zur Trinkwassergewinnung, landwirtschaftliche Intensivierung, Aufforstung, Überbauung). Allerdings reichen ihr mitunter auch relativ kleine Flächen von wenigen 100 Quadratmetern aus. Derzeit scheint sie sich eventuell in Süddeutschland etwas auszubreiten, wie eigene Funde in kleinen Feuchtresten auf der östlichen Schwäbischen Alb nahe legen.

Bemerkungen:
Die Verbreitung reicht von Europa bis Japan, ist aber etwa in Europa nur sehr lokal (fehlt im äußersten Norden und Süden).