Details zur ausgewählten Art
Hadena albimacula (Weißgefleckte Nelkeneule)

Hadena albimacula: Falter Hadena albimacula: Falter (Schwäbische Alb) Hadena albimacula: Falter (Olymp, Griechenland) Hadena albimacula: Ei, der Kelch wurde aufgerissen Hadena albimacula: L1-Raupe Hadena albimacula: L2-Raupe Hadena albimacula: L3-Raupe Hadena albimacula: L4-Raupe Hadena albimacula: L5-Raupe Hadena albimacula: L5-Raupe Hadena albimacula: L5-Raupe (Wallis) Hadena albimacula: Puppe Hadena albimacula: Habitat auf der Schwäbischen Alb: Magerrasen mit felsigen Stellen, an denen Silene nutans gedeiht

Raupennahrungspflanzen:
Silene nutans. Weitere Nelken-Arten sind mir bislang nicht bekannt. In Griechenland fand ich zahlreiche Raupen an einer nahe verwandten Art/Unterart, die ebenfalls klebrig war, aber viel größere Früchte (10x) aufwies.

Lebensraumansprüche:
Hadena albimacula besiedelt felsige Magerrasen, Felshänge, Steinbrüche, steinige Alpweiden und andere trocken-warme Standorte der Raupennahrungspflanze. Im Allgäu werden 2000 m NN kaum erreicht, in den Südalpen dagegen deutlich überschritten.

Entwicklungszyklus:
Hadena albimacula weist nur eine Generation mit eher früher Flugzeit auf. Die Puppe überwintert, die Raupen sind auf der Schwäbischen Alb von Mai bis Anfang Juli zu finden. Hier ist es auch in der Zucht äußerst selten, dass Falter einer zweiten Generation schlüpfen. In den Alpen sind Raupen noch im August zu beobachten. Hier können - warm gehalten - vermehrt Falter einer zweiten Generation erhalten werden, wie sie im Freiland wohl nur ausnahmsweise vorkommen dürfte. Silene nutans blüht auf der Alb früh im Mai bis Anfang Juli und dann so gut wie nicht mehr.

Gefährdung: gefährdet

Gefährdungsursachen:
Im Alpenraum ist Hadena albimacula in mittleren Lagen (in tiefen ist sie ziemlich zurückgedrängt worden) neben Hadena caesia die häufigste Hadena-Art und fehlt etwa im Algäu oder Montafon zwischen 1200 und 1700 m NN kaum einem größeren, trocken-sonnigen Silene nutans-Standort. Im Mittelgebirgsraum sind die wenigen besiedelten Standorte (Felshänge und Steinbrüche) hingegen stark bedroht. Gefährdungsursachen sind Überweidung zur Blütezeit von Silene nutans, Verbuschung und Verwaldung sowie zu starke touristische Inanspruchnahme der kleinflächigen Standorte. Auch Rekultivierung oder Abbau kann in Einzelfällen zum Erlöschen führen.

Bemerkungen:
In Griechenland (Olymp, Prespa-Seen) fand ich kleine Raupen Mitte Juli 2007. Ob hier eine spät fliegende Generation vorherrscht, ist aufgrund der vermuteten Phänologie der Raupennahrung wahrscheinlich, aber im Hinblick auf 2 oder mehr Generationen weiter zu untersuchen.

Die Gesamtverbreitung reicht von Nordafrika über ganz Europa bis Mittelasien.


Hadena adriana | Hadena bicruris | Hadena caesia | Hadena capsincola | Hadena compta | Hadena confusa | Hadena filograna | Hadena irregularis | Hadena laudeti | Hadena luteocincta | Hadena magnolii | Hadena perplexa | Hadena silenes | Hadena silenides | Hadena syriaca | Hadena wehrlii